akademie für partizipative methoden

Archiv 2015

 Meldungen von 2015

18.12.2015
Zum Jahresausklang sagen wir Danke für das Vertrauen - und haben Aufträge und Aktivitäten der Akademie für Partizipative Methoden 2015 zusammengestellt:

  • Workshop "Qualität in der kommunalen Netzwerkarbeit - Anforderungen und ihre praxisnahe Umsetzung", Januar 2015, für Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG) e. V.
  • Coaching Arbeitskreis "Wohnungslosigkeit und Gesundheit", Februar 2015, für Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG) e. V.
  • Konzeption und Moderation der Klausurtagung der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik, Februar 2015, für Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • Lecture "The democratic city: participative urban and regional development citizen partizipation procedures and practical examples" im Rahmen der Akademie für Gute Regierungsführung und Empowerment in Europa, März 2015, für Europäische Akademie Berlin AGREE.
  • Coaching zu Planungszelle/Bürgergutachten, März 2015,für Jacobs Universität Bremen (Dr. Angela Jain/Nicolas Bach)
  • Konzeption und Moderation der Klausurtagung des Teams Bibliothek und wissenschaftliche Information, Juni 2015, für Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • Coaching "Netzwerk Prävention Wartburgkreis", August 2015, für Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen (AGETHUR)
  • Coaching "Netzwerk Gesunde Kommune" Gera, September 2015, für Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen (AGETHUR)
  • Werkstatt "Vernetzung im Stadtteil Hohenhorst", September 2015, für Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG) e. V.
  • Themenwerkstatt "Bürgerausstellung", Tagung "ürgerbeteiligung in gesellschaftlichen Konfliktfeldern: Chancen, Hindernisse, Widersprüche“, September 2015, Forum für Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie, Stiftung Mitarbeit.
  • Lecture "Public participation, activating democracy and new involvement models" im Rahmen der Akademie für Gute Regierungsführung und Empowerment in Europa. Oktober 2015. Auftraggeber: Europäische Akademie Berlin AGREE (Nicolas Bach).
  • Internes Coaching Entwicklung Fortbildungen, November 2015, für Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen (AGETHUR)

29.10.2015 
Dr. Birgit Böhm leitete die Projektwerkstatt 'Bürgerausstellungen in konfliktären Beteiligungsprozessen: Praxisbeispiele und Einsatzmöglichkeiten'. Die Moderatorin vermittelte in der Projektwerkstatt die Bürgerausstellung mit ihren methodischen Schritten und zeigte mit verschiedenen Praxisbeispielen den Prozess auf – von der ersten Idee bis zur feierlichen Eröffnung. Die Veranstaltung fand an der Evangelischen Akademie im niedersächsischen Loccum statt. Eingeladen hatte die Stiftung Mitarbeit, die inzwischen zum 20. Mal mit den Gästen in Workshops unterschiedlichen Blickwinkel von Bürgerbeteiligung diskutierte. Foto: Stiftung MitarbeitDr. Birgit Böhm mit Beiträgen zu Bürgerausstellungen

Nach Einschätzung von Dr. Birgit Böhm kann die Bürgerausstellung bei gesellschaftlichen Konflikten sehr gut als Auftakt für einen Lösungsprozess genutzt werden. Durch die öffentliche Präsentation kann sie zudem dazu beitragen, dass Akteure "Gesicht zeigen" und überhaupt oder wieder den Dialog miteinander aufnehmen. Im aktuell erschienenen elektronischen Newsletter der Stiftung Mitarbeit stellt Böhm unter dem Titel "Die Bürgerausstellung als Beteiligungsmethode in gesellschaftlichen Konfliktfeldern" ihre Einschätzung vor.

"Die Bürgerausstellung zeigt verschiedene Perspektiven auf, unterschiedliche Interessen werden sichtbar. Damit bildet sie einen Ausgangspunkt für weitere Diskussionen", betont Dr. Birgit Böhm, die im nexus Institut die Akademie für Partizipative Methoden leitet. Die auf Postern präsentierten unterschiedlichen Sichtweisen eignen sich insbesondere zur Beteiligung bei Konflikten im Rahmen aktueller, lebensweltbezogener Vorhaben, z. B. in der Stadt- und Regionalentwicklung.

Dr. Birgit Böhm im Gespräch mit einem Tagungsteilnehmer. Foto: Stiftung MitarbeitGelegenheit für den intensiven Austausch gab es zuvor bei der Fachtagung "Bürgerbeteiligung in gesellschaftlichen Konfliktfeldern: Chancen, Hindernisse, Widersprüche" im September 2015. Dr. Birgit Böhm leitete die Projektwerkstatt "Bürgerausstellungen in konfliktären Beteiligungsprozessen: Praxisbeispiele und Einsatzmöglichkeiten". Die Moderatorin vermittelte in der Projektwerkstatt die Bürgerausstellung mit ihren methodischen Schritten und zeigte mit verschiedenen Praxisbeispielen den Prozess auf – von der ersten Idee bis zur feierlichen Eröffnung.

Die Veranstaltung fand an der Evangelischen Akademie im niedersächsischen Loccum statt. Eingeladen hatte die Stiftung Mitarbeit, die inzwischen zum 20. Mal mit den Gästen in Workshops unterschiedlichen Blickwinkel von Bürgerbeteiligung diskutierte.

Stichwort: Bürgerausstellung

Die Bürgerausstellung ist im Vergleich zu Beteiligungsmethoden wie Zukunftswerkstatt oder Planungszelle/Bürgergutachten, die bereits seit den 1970er Jahren eingesetzt werden, eine junge Methode. Sie entstand Mitte der 1990er Jahre im Rahmen der Lehre und entwickelte sich dann zur Beteiligungsmethode. Inzwischen sind Bürgerausstellungen zu vielen Themen entstanden, die Methode wurde auch international eingesetzt und verbreitet sich. Dabei wurde die Perspektive von Menschen, die mit Problemlagen und Konfliktsituationen konfrontiert waren, in den Mittelpunkt gestellt. Das Vorgehen wurde zunächst mit anderen Beteiligungsverfahren wie Planungszelle/Bürgergutachten kombiniert und entwickelte sich zu einer eigenständigen informellen Beteiligungsmethode, für die der Name "Bürgerausstellung" entstand.

Lesen Sie mehr:
Den Newsletterbeitrag können Sie hier herunterladen (pdf)
Die Präsentation können Sie hier herunterladen (pdf, 31 Folien, 3,3 MB)

Dorothee Keppler, Birgit Böhm, Hans-Liudger Dienel (Hrsg.): Die Bürgerausstellung. Die Perspektive von Bürgern und Bürgerinnen als Gegenstand qualitativer Sozialforschung und praktischer Beteiligung. 240 Seiten, oekom verlag München, 2013. ISBN-13: 978-3-86581-234-6.

Weiterführende Literatur zur Bürgerausstellung

Zur Bürgerausstellung erschien im November 2013 ein Buch im oekom-Verlag. Aus dem Klappentext:

Die Bürgerausstellung wurde in den 1990er-Jahren in der qualitativen Sozialforschung entwickelt. Sie hat sich inzwischen als eigenständige Beteiligungsmethode etabliert. Dieser Sammelband bietet erstmalig eine umfassende Präsentation dieser vielfältig einsetzbaren Methode. Er stellt ihren theoretischen und methodischen Hintergrund vor und demonstriert anhand unterschiedlichster, auch internationaler Praxisbeispiele deren Einsatz- und Variationsmöglichkeiten. Reflektiert und authentisch laden die Autorinnen und Autoren mit Text und Bild dazu ein, der Entstehung und Wirkung verschiedener Bürgerausstellungen zu folgen. Sie gewähren Einblick in die Stärken, aber auch Grenzen der Methode. Zugleich ist der Band ein Leitfaden, der die notwendigen Schritte zur Vorbereitung, Durchführung und Präsentation erläutert. Er dient damit auch als Werkzeugkasten für den Einsatz der Bürgerausstellung.

Dorothee Keppler, Birgit Böhm, Hans-Liudger Dienel (Hrsg.):
Die Bürgerausstellung. Die Perspektive von Bürgern und Bürgerinnen als Gegenstand qualitativer Sozialforschung und praktischer Beteiligung. 240 Seiten, oekom verlag München, 2013. ISBN-13: 978-3-86581-234-6.

Zum Verlag mit weiteren Informationen und Bestellmöglichkeit


01.10.2015
Vernetzung – Was macht gute Netzwerkarbeit aus?

Was macht gute Netzwerkarbeit aus? Wie kann die Zusammenarbeit in den Netzwerken in Hohenhorst gestärkt werden? Das waren die Leitfragen der "Werkstatt Vernetzung", die am 28. September 2015 im Haus am See im Hamburger Stadtteil Hohenhorst stattfand. Als Moderatorin war Dr. Birgit Böhm als Leiterin der Akademie für Partizipative Methoden nach Hamburg gereist. Eingeladen hatte der Koordinierungsbaustein Gesundheitsförderung (KoBa) Hohenhorst mit Unterstützung der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG). Die Werkstatt wurde im Rahmen des Partnerprozesses "Gesund aufwachsen für alle" gefördert und von der Techniker Krankenkasse finanziell unterstützt.

Lesen Sie mehr bei der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (externer Link)


09.03.2015Dank an Dr. Birgit Böhm (re.), die aus den Händen von Dr. Dagmar Simon Blumen erhielt. Zuvor hatte Dr. Birgit Böhm, die im nexus Institut die Akademie für Partizipative Methoden leitet, die Klausrtagung der WZB-Gruppe für Wissenschaftspolitik moderiert. Die Klausurtagung fand vom 26.–27.2.2015 in der Villa Blumenfisch am Berliner Wannsee statt. Foto: WZB
Böhm moderiert Klausurtagung von WZB-Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik

Mit einem Programm aus anregenden Methoden moderierte Dr. Birgit Böhm die Klausurtagung der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Böhm: "Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist stets eine Herausforderung. Deshalb sind inne zu halten, Zwischenbilanz zu ziehen und die nächsten Schritte zu planen wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen."

Neben einer Stärken-Schwächen-Analyse mit der "Kopfstandmethode" begab sich die Gruppe in einen "Wettbewerb der Argumente" zur Auswahl gemeinsamer Forschungsfragen. Die Gäste diskutierten in einer leicht modifizierten "Fishbowl-Diskussion" theoretische Konzepte und erarbeiteten am zweiten Tag in Teams konkrete Schritte für die zukünftige Zusammenarbeit an den ausgewählten Forschungsfragen.

Das WZB engagierte Dr. Birgit Böhm als "Facilitator" für einen inhaltlich ertragreichen und abwechslungsreichen Austausch der interdisziplinären Forschungsgruppe. Dr. Birgit Böhm leitet am nexus Institut die Akademie für Partizipative Methoden (APM). Die WZB-Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik wird von Dr. Dagmar Simon geleitet. Die Klausurtagung fand vom 26. – 27.2.2015 in der Villa Blumenfisch am Berliner Wannsee statt.

Lesen Sie mehr im Blog einer Teilnehmerin (in Englisch):
http://www.culturalsourcesofnewness.net/articles/taking-an-upside-down-route-to-the-new


21.01.2015 Am 13. Januar 2015 ist in der Verbandsgemeinde Simmern ein weiterer ehrenamtlich organisierter Fahrdienst gestartet. Das Fahrzeug bedient von Dienstag bis Freitag 24 der 32 Ortsgemeinden im Hunsrück nach einem festen Fahrplan mit telefonischer Vorbestellung. Für die verbleibenden Ortsgemeinden gibt es schon zwei andere Bürgerbusprojekte. Unser Bild zeigt den Bürgerbus vor dem Gesundheitszentrum in der Kreisstadt Simmern/Hunsrück. Foto: Dr. Holger Jansen/Projekt Bürgerbusse Rheinland-Pfalz/nexus
Guntersblum, Ober-Olm und Simmern: Drei neue Bürgerbusse in Rheinland-Pfalz

Drei neue Bürgerbusse haben in Rheinland-Pfalz innerhalb von nur einer Woche den Betrieb aufgenommen. Dazu Innen- und Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD): "Ein Bürgerbus bringt der älteren Bevölkerung im ländlichen Raum eine echte Verbesserung. Ich freue mich, dass mit bürgerschaftlichem Engagement dieser tolle Erfolg erreicht wurde." Jüngstes Projekt ist der Bürgerbus im südlichen Teil der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, der am 20. Januar 2015 gestartet ist. Das Fahrzeug mit dem Namen "Mobilus" wird immer dienstags und donnerstags den zentralen Ort Guntersblum mit den Berggemeinden verbinden. So werden in der Region die nicht im Rheintal liegenden Orte genannt.

Am 16. Januar 2015 übernahmen die Aktiven das neue Fahrzeug mit einer feierlichen Übergabe vor dem Rathaus in Guntersblum. Am 13. Januar 2015 ist in der Verbandsgemeinde Simmern ein weiterer ehrenamtlich organisierter Fahrdienst gestartet. Das Fahrzeug bedient von Dienstag bis Freitag 24 der 32 Ortsgemeinden im Hunsrück nach einem festen Fahrplan mit telefonischer Vorbestellung. Für die verbleibenden Ortsgemeinden gibt es schon zwei andere Bürgerbusprojekte. Damit ist das Gebiet der Verbandsgemeinde Simmern/Hunsrück mit drei Bürgerbussen vollständig abgedeckt.

Ebenfalls am 13. Januar 2015 startete der Bürgerbus der Ortsgemeinde Ober-Olm. Die Ortsgemeinde bietet ab sofort jeden Dienstag zwei Fahrziele an. Zum einen werden die Einkaufsmärkte in Ober-Olm angesteuert, zum anderen gibt es eine Fahrt nach Nieder-Olm. Der Bürgerbus fährt eine feste Route, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Einkaufsfahrt beginnt um 9 Uhr am Feuerwehrgerätehaus, die Fahrt nach Nieder-Olm um 9.30 Uhr an gleicher Stelle.

Das Beratungsprojekt "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz" unter Leitung von Dr. Holger Jansen wird im gesamten Jahr 2015 angeboten. Die Arbeit vor Ort schließt aktive Bürgerbeteiligung mit ein. Mit den jetzt neuen Projekten fahren in Rheinland-Pfalz 28 Bürgerbusse. Jeder Bürgerbus wird immer angepasst auf den lokalen Bedarf. Das nexus-Team berät seit 2010 lokale Gruppen und Initiativen in Rheinland-Pfalz - von der ersten Idee bis zum fahrenden Bürgerbus. Auftraggeber für das Beratungsprojekt ist das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz.

Linktipp: Projektseite Bürgerbusse Rheinland-Pfalz (externer Link)


Dr. Birgit Böhm, Leiterin Akademie für Partizipative MethodenKontakt zum Thema:
Dr. Birgit Böhm, Leiterin Akademie für Partizipative Methoden
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Tel. 030 31805463 

 

Dr. Holger Jansen, wissenschaftlicher Mitarbeiter nexusKontakt zum Thema:
Dr. Holger Jansen, Projektleiter
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Tel. 030 31805474