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Archiv 2012






Meldungen von 2012

17.07.2012Mit einer Bürgerausstellung zum Thema 'Nachbarschaft und Prostitution' präsentiert das Team um die Berliner Wissenschaftlerin Christiane Howe verschiedene Meinungen zur Prostitution. Wie steht es mit der persönlichen Akzeptanz? Wie könnten für alle Beteiligten akzeptable Formen der Prostitution in den Bezirken aussehen? Termin ist der 23. August 2012 ab 18 Uhr.
Einladung zur Eröffnung der Bürgerausstellung "Nachbarschaft und Prostitution"

Mit einer Bürgerausstellung zum Thema "Nachbarschaft und Prostitution" präsentiert das Team um die Berliner Wissenschaftlerin Christiane Howe verschiedene Meinungen zur Prostitution. Wie steht es mit der persönlichen Akzeptanz? Wie könnten für alle Beteiligten akzeptable Formen der Prostitution in den Bezirken aussehen?

Am 23. August 2012 wird die Bürgerausstellung "Strich, Sex-Box, Puff – oder wie hätten Sie es denn gerne? Das ist hier die Frage!" im Huzur Nachbarschaftstreffpunkt, Bülowstraße 94/Ecke Frobenstraße in Berlin-Schöneberg eröffnet. Beginn ist um 18 Uhr, die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema beginnt um 18:30 Uhr.

Die Bürgerausstellung lässt Menschen aus dem Frobenkiez zu Wort kommen. Der Stadtteil reicht von der Kurfürstenstraße zur Winterfeldtstraße und grenzt an der westlichen Seite an die Potsdamer Straße. Seit 1999 besteht ein Quartiersmanagement in fünf Kiezen im Schöneberger Norden. Die Ausstellung wird als Wanderausstellung an verschiedenen Orten in den Bezirken Schöneberg und Tiergarten gezeigt.

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Mehr zur Methode Bürgerausstellung

Aktualisierung vom 06.09.2012: Die Bürgerausstellung können Sie hier herunterladen.

Aktualisierung vom 25.02.2013: Die Dokumentation der Bürgerausstellung können Sie hier herunterladen (pdf, 4 MB). Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Berlin.

29.05.2012Mit einer Bürgerausstellung in Sarow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hat Anja Neubauer (28) die Mobilität der Bevölkerung untersucht. Neben den Bürgern aus der Gemeinde Sarow befragte Anja Neubauer Experten, unter anderem Prof. Peter Dehne von der Hochschule Neubrandenburg.
Bürgerausstellung über Mobilität in Sarow

Am Anfang stand die Idee. "In meinem Hauptstudium wollte ich eine Schwerpunktarbeit zur Mobilität älterer Menschen im ländlichen Raum erstellen", berichtet Anja Neubauer. Die 28-Jährige studiert an der Technischen Universität Berlin Stadt- und Regionalplanung. Die erste Idee entwickelte sich zu einer umfangreichen Bürgerausstellung, bei der die Bevölkerung der ländlichen Gemeinde Sarow im Mittelpunkt steht. Zur Methode beriet Dr. Birgit Böhm vom nexus-Institut die aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Studentin.

Mit einer Bürgerausstellung in Sarow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hat Anja Neubauer (28) die Mobilität der Bevölkerung untersucht. Neben den Bürgern aus der Gemeinde Sarow befragte Anja Neubauer Experten, unter anderem Prof. Peter Dehne von der Hochschule Neubrandenburg. Foto: Nordkurier/Georg WagnerRund 770 Einwohner zählt die aus vier Ortsteilen bestehende Gemeinde Sarow. Im Ort Sarow selbst leben etwa 280 Menschen. 35 Kilometer nordwestlich von Neubrandenburg gelegen ist die Region seit jeher von der Landwirtschaft geprägt. "Viele Interviewpartner haben früher in der LPG gearbeitet", berichtet Anja Neubauer von ihren Gesprächen mit den Menschen vor Ort.

Im November 2011 konnte sie für drei Wochen die Plakate in den Schaufenstern des Sarower Landmarktes ausstellen. Zum Abschluss diskutierte sie mit dem Bürgermeister und etwa 20 Gästen aus dem Ort über die Mobilität der Zukunft. Neben den Bürgern aus der Gemeinde Sarow befragte Anja Neubauer Experten, unter anderem Prof. Peter Dehne von der Hochschule Neubrandenburg.

Hilfreich war für sie die Unterstützung aus dem nexus-Institut. "Die Beratung von Birgit Böhm gab mir neuen Schwung und hat sehr geholfen", sagt Anja Neubauer. Nützlich für das Studium ist das Material auch: Aus den vielen verschiedenen Perspektiven wird die Studentin ihre Diplomarbeit entwickeln.

Die Bürgerausstellung "Es bewegt sich was im ländlichen Raum" können Sie hier als pdf herunterladen (15 MB).

 


03.02.2012Evangelische Akademie Loccum - Vortrag von Dr. Birgit Böhm vom nexus Institut über Vertrauen
Vortrag über Vertrauen als Grundlage für erfolgreiche soziale Interaktion

Vertrauen ist nach Einschätzung von Dr. Birgit Böhm ein komplexes Phänomen und lässt sich nicht einfach gezielt beeinflussen. "Dass Teilnehmer im Verfahren Planungszelle als Bürgergutachter bezeichnet werden, würdigt ihre Rolle und ihr Engagement", betont Böhm. Es schaffe zugleich ein gemeinsames Symbol und erleichtere den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich gegenseitig zu vertrauen. Alle Beteiligten sollen nicht nur den Moderatoren, sondern sich auch untereinander vertrauen. In partizipativen Verfahren sei dies eine Grundvoraussetzung, damit soziale Interaktion funktioniert.

Dr. Birgit Böhm, stv. Geschäftsführerin nexusVertrauen reduziert zugleich Komplexität. "Wir können handeln, ohne dass wir alle handlungsrelevanten Faktoren überschauen können. Wir steigen in ein Flugzeug, ohne genau zu verstehen, wie es funktioniert und ohne den Piloten persönlich zu kennen", erläutert Dr. Birgit Böhm in ihrem Vortrag und zitiert in diesem Zusammenhang Niklas Luhmann. So vertrauen Passagiere dem technischen System Flugzeug, weil sie die dahinter stehenden Institutionen und die in ihnen tätigen Personen für vertrauenswürdig halten.

Der Vortrag von Dr. Birgit Böhm stand unter dem Motto "Vertrauen durch Verfahren – wissenschaftliche Zugänge und Empfehlungen". Der Vortrag war Teil der Tagung "Vertrauen durch Verfahren? Wie können vertrauensbildende Prozesse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gestaltet werden?" in der Evangelischen Akademie Loccum am 28. Januar 2012. Mitveranstalter war Procedere, ein Zusammenschluss, der sich als Entwicklungs- und Vermittlungsverbund für prozedurale Praxis in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft versteht.

Den Vortrag können Sie hier als pdf herunterladen (558 KB).

Linktipp: www.procedere.org