akademie für partizipative methoden

Archiv 2009

 




Meldungen von 2009

 29.12.2009

 Procedere-Fachtagung vom 26.-28.03.2010 im niedersächsischen Loccum

"Kooperation konkret! Konzeption, Anwendung und Reflexion kooperativen Handelns" - unter diesem Motto lädt der Verbund "Procedere" zur Fachtagung in die Evangelische Akademie ein. Ziel der Wertstatttagung ist es, den eigenen Moderationsstil zu reflektieren und weiter zu entwickeln. Dazu sollen verschiedene Formate gemeinsam erprobt werden. Zielgruppe der Tagung sind alle, die kooperative Verfahren anwenden. Der Tagunsgort liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Hannover im Landkreis Nienburg (Weser).

Linktipps:
www.procedere.org
Evangelische Akademie Loccum


 18.12.2009

  Creative Space im Gasometer Berlin-Schöneberg

GasometerWissenschaftspolitik und künftige Forschungsstrategien standen im Mittelpunkt der diesjährigen „Creative Space“ Veranstaltung des Innovationszentrums „Gestaltung von Lebensräumen“. Wissenschaftler des an der Technischen Universität Berlin angesiedelten Zentrums diskutierten über Themen wie Exzellenzinitiative, Kooperation und Nachwuchsförderung. Mitarbeiter der Akademie für Partizipative Methoden und des nexus Instituts moderierten die Veranstaltung.

Dazu kamen Mitglieder des Zentrums, assoziierte Wissenschaftler, der Beirat und weitere externe Fachleute am 11. und 12. Dezember 2009 in den Gasometer nach Berlin-Schöneberg. Unter Leitung von Hans-Liudger Dienel, Birgit Böhm und des Moderationsteams kombinierten die Teilnehmer Elemente wie Information, Diskussion, Planung und Interaktion in Klein- und Großgruppen. Am Schluss stand der gemeinsame „Gasometer-Schwur“ als Selbstverpflichtung, an den vereinbarten Zielen gemeinsam weiter zu arbeiten. Das Format „Creative Space“ kombiniert kreativitätsfördernde Methoden mit fachlichem Input.

Foto: Sören Marotz/nexus.


30.11.2009

Projekt Kurzplanungszellen

Bürger auf Usedom sehen Chancen für Zusammenarbeit über Grenzen

Mit einer engeren Zusammenarbeit zwischen deutschem und polnischem Teil der Insel Usedom sowie der Region könnten die Folgen des demografischen Wandels verringert werden. Zu dieser Einschätzung kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Planungszelle, die nexus unter dem Motto „Usedom als deutsch-polnische Insel“ moderierte.
Usedom wächst über ehemalige und trennende Grenzen hinweg zusammen. So bieten sich nach Einschätzung der 26 Teilnehmer Möglichkeiten, den negativen Folgen des demografischen Wandels zu begegnen. Derzeit verlassen vor allem Jugendliche die Region. Die Teilnehmer hoffen auf wirtschaftliches Potenzial für Usedom, auslöst unter anderem durch die polnische Großstadt Swinemünde. Dort gibt es interessante Arbeitsplätze auch außerhalb der Tourismusbranche, vor allem im Hafen und der Logistik.
Die Bürger begreifen den Zuzug junger Polen in die von Abwanderung besonders betroffenen Gemeinden Ostvorpommerns als Chance für die Region. Das Ergebnis der Planungszellen – es wird Bürgergutachten genannt – dokumentiert jetzt auf 60 Seiten die Ergebnisse der Veranstaltung vom 28. und 29. Juli 2009. Teilnehmer der Planungszelle waren Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Seebad Heringsdorf, die 60 Jahre oder älter waren.
Download des Bürgergutachtens: Bürgergutachten Heringsdorf
Projektseite


04.11.2009

Bürgerausstellung zum Thema „Personalisierte Medizin“ in Bremen

Was denken Bremer Bürgerinnen und Bürger über Gentechnologie? Welche Chancen und Risiken sehen sie? Und welche Wünsche haben sie an die Wissenschaft? Wissenschaft im Dialog ging diesen Fragen mit einer Bürgerausstellung, die durch eine Mitarbeiter von nexus unterstützt wurde, auf den Grund. Vom 12.-26.11.2009 wird die Ausstellung „Personalisierte Medizin – Durch Gentests zu einer besseren Vorbeugung und Versorgung von Krankheiten?“ in Bremen gezeigt.Planungszelle auf Konferenz in China präsentiert

China 2009Der Bürgerhaushalt stand ganz im Mittelpunkt der Konferenz „Participatory Budgeting in Asia and Europe - Key Challenges of Participation” im chinesischen Hangzhou. Dabei untersuchten die versammelten Experten aus Wissenschaft und Forschung Fragen, wann ein Bürgerhaushalt eingesetzt werden kann, welche Formen bereits existieren und welche Ergebnisse sie bisher gebracht haben.
Organisatoren der Konferenz waren die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Zhejiang Universität Hangzhou und der Centre Marc Bloch. Ziel der Zusammenkunft war es, die verschiedenen Formen von Bürgerhaushalten in Asien und Europa vorzustellen, zu vergleichen und damit einen Austausch zwischen Akademikern und Praktikern aus verschiedenen Teilen der Welt anzuregen.
Eingeladen war auch nexus Mitarbeiter Nicolas Bach. Der Wissenschaftler aus dem nexus Team und der Akademie für partizipative Methoden stellte bei der Konferenz das Beteiligungsverfahren Planungszelle vor. An der Konferenz nahmen rund 60 Personen Teil.

Einzelcoaching: Das sagt eine Teilnehmerin

Als Vorbereitung auf meine Arbeit in den besetzten Palästinensergebieten (mit dem Zivilen Friedensdienst, ZFD) habe ich bei der Akademie für Partizipative Methoden ein Einzelcoaching angefragt. Ich habe so die Methoden Zukunftswerkstatt und Bürgerausstellung kennen lernen und erlernen können. Frau Dr. Böhm, die das Coaching leitete, hatte sich außerdem bemüht, eine externe Expertin, Frau Susanna Krüger, einzuladen, die für mehrere Jahre in den besetzten Palästinensergebieten tätig war und in diesem Kontext erfolgreich partizipative Methoden angewendet hatte.
Das Coaching war sehr gut strukturiert und hat mich sehr systematisch in die Methoden eingeführt. Beim Erfahrungsaustausch mit Frau Krüger habe ich dann auch die kulturspezifischen Unterschiede in der Anwendung dieser Methoden im palästinensischen Kontext diskutieren können. Ich habe außerdem vielseitiges Informationsmaterial und Literaturhinweise erhalten. Die Atmosphäre des Coachings war sehr entspannt. Die Inhalte waren maßgeschneidert auf meine Situation und Bedürfnisse, welche auch zu Anfang noch einmal erfragt wurden. Ich bin sehr zufrieden, da ich wertvolle Informationen und neue Instrumente an die Hand bekommen habe, die für meine zukünftige Arbeit von großer Relevanz sein könnten.
Sophie Schaarschmidt, Dipl.-Psych.

Planungszelle in Artern erfolgreich

29 Seniorinnen und Senioren arbeiteten zwei Tage intensiv in Artern (Kyffhäuserkreis) zur Gestaltung des öffentlichen Raums für ältere Menschen. Eingeladen hatten das nexus Institut und der Bürgermeister. Themen waren: Barrierefreiheit, Sicherheit, Verkehr, Versorgung, Alt und Jung sowie die Pflege des Straßengrüns.
Als Methode wählten die Veranstalter eine verkürzte Version der Planungszelle. Statt vier Tagen, wie bei einer regulären Planungszelle, standen lediglich zwei Tage für Diskussionen zur Verfügung. Wichtiges Element bei einer Planungszelle ist die Auswahl der Bürger nach dem Zufallsprinzip. So werden auch die Bürgerinnen und Bürger erreicht, die nicht ohnehin schon in zahlreichen Verbänden aktiv sind.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren von dieser Form der Bürgerbeteiligung begeistert und haben ein ganz neues Verständnis für Gestaltungsmöglichkeiten in und für ihre Stadt entwickelt“, betont nexus Mitarbeiterin Christine von Blanckenburg als verantwortliche Moderatorin.
Wichtiges Ziel der Veranstaltung war es, ältere Menschen zu aktivieren und zu beteiligen. Das soll vor allem in den Regionen geschehen, die vom demografischen Wandel besonders stark betroffen sind. Gefördert wurde die Veranstaltung aus dem Programm „Region schafft Zukunft“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Referenzprojekt
Seminar zur „Salon-Methode“ für die Fraunhofer Gesellschaft

Mit einem zweitägigen Seminar vermittelte das Team der Akademie für Partizipative Methoden wesentliche Inhalte der selbst entwickelten „Salon-Methode“. Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren die Personalkoordinatoren der Fraunhofer Institute. Team und Teilnehmer erarbeiteten gemeinsam praxisnahe Beispiele. Moderatorin Dr. Christine von Blanckenburg präsentierte Prinzip und zentrale Elemente eines Salons. Anschließend erprobten die Teilnehmer im Rahmen des Seminars einzelne Elemente. Dazu gehörten der Dialogspaziergang und die Galerieeröffnung. Abschließend wendeten die Teilnehmer die Methode zu einem inhaltlichen Thema an. Das Seminar fand im Rahmen des jährlichen Treffens der Personalentwicklungskoordinatoren der Fraunhofer Institute am 17. und 18.03.2009 in Berlin statt.

Terminankündigung:
Procedere-Fachtagung vom 13.-15.03.2009 im niedersächsischen Loccum

"Kompetenzen - Visionen finden - Wandel gestalten - Veränderungen bewältigen" - unter diesem Motto lädt der Verbund "Procedere" zur Fachtagung ein. Wandel und Reformen müssen gestaltet werden. Das gelingt nach Einschätzung der Procedere-Experten vor allem dann, wenn Betroffene und Geforderte in kooperative Verfahren eingebunden sind. Dies gilt für Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kirche und Bildung gleichermaßen. Die aktuellen Herausforderungen seien so komplex, dass sie nur in gemeinsamer Abstimmung erfolgreich angegangen werden können. Welche Kompetenzen braucht es dazu? Wie können diese ausgebildet und gestärkt werden? Procedere lädt Praktiker und Theoretiker kooperativer Verfahren ein, gemeinsam und praktisch an eigenen Programmen, Strategien und Curricula zu arbeiten, um in den jeweiligen Tätigkeitsfeldern Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken. Linktipp: www.procedere.org

Vorgestellt: Planungszellen und Salon-Methode

Bei vielen Genehmigungsverfahren stehen sich Planer und Gegner unversöhnlich gegenüber. Mit einer Bürgerbeteiligung lassen sich gemeinsam Auswege erarbeiten. In einem Artikel hat das Magazin „brand eins“ jetzt die Verfahren Planungszelle und Salon-Methode ausführlich vorgestellt. Als Beispiel diente der nexus Salon zur RFID-Technik. Auch die Planungszellen zur Kommunalreform in Rheinland-Pfalz werden vorgestellt. Beide Verfahren setzen die Mitarbeiter von nexus regelmäßig in verschiedenen Projekten ein.
Lesen Sie mehr zu den von nexus angebotenen Methoden zur Bürgerbeteiligung unter Angebotsvarianten
Den Artikel des Magazins „brand eins“ finden Sie hier.
Linktipp: www.brandeins.de