akademie für partizipative methoden

Archiv 2008

 




Meldungen von 2008 

November 2008: Tagung der Planungszellen-Protagonisten und des Procedere-Verbundes

November 2008Vom 07. - 09. November 2008 fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin eine Tagung zum Thema "Qualitätskriterien für Bürgerbeteiligungsverfahren am Beispiel von Planungszellen/Bürgergutachten" statt, an der mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des nexus Instituts teilgenommen haben. Im Rahmen dieser Veranstaltung trafen sich über 40 Verfahrensexperten um verschiedene Aspekte und Herausforderungen der Bürgerbeteiligung am Beispiel des Verfahrens Planungszelle zu diskutieren. Veranstalter der Tagung waren die Planungszellen-Protagonisten und der Procedere-Verbund. Die gesamte Veranstaltung wurde vom Arbeitskreis Bürgergesellschaft und aktivierender Staat der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt.
Programm
Teilnehmerliste
Weitere Information und Dokumente finden Sie unter www.procedere.org


 

September 2008: Durchführung von zwei Salons durch das nexus Institut und Übergabe des Bürgergutachtens zur Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz

25. September 2008Am 25. September 2008 fand in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen der erste Berliner Technologie-Salon zum Thema "Auf dem Weg zum gläsernen Produkt: Politische Rahmenbedingungen für die Zukunft der RFID-Technologie" statt. Veranstalter waren die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund und die METRO Group Future Store Initiative, Kooperationspartner war das Informationsforum RFID e.V., durchgeführt wurde der Salon vom nexus Institut. Im Rahmen des Salons diskutierten Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik verschiedene Einsatzfelder und die damit verbundenen Chancen und Risiken der RFID-Technologie.
Als Abschluss der Planungszellen zur Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz wurde am 12. September 2008 das Bürgergutachten, das alle Ergebnisse zusammenfasst, durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Planungszellen dem Ministerpräsidenten Kurt Beck übergeben.
Das Bürgergutachten und weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Projekt "Planungszellen Rheinland-Pfalz".
Am 4./5. September 2008 führte das nexus Institut im Rahmen des Projektes "Junge Alte in der Mitte der Gesellschaft" ein Salon zum Thema "Junge Alte auf die kommunalen Bühne". Auftraggeber war das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Der Salon beschäftigte sich mit der Frage, wie junge Alte auf der kommunalen Ebene besser in bürgerschaftliche, politische und gesellschaftliche Prozesse eingebunden werden können.
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Projekt "Junge Alte in der Mitte der Gesellschaft".


Artikel zum Verfahren Bürgerausstellung

Das nexus Team hat einen Artikel zum Verfahren Bürgerausstellung in der zweiten Ausgabe 2008 der renommierten sozialwissenschaftlichen Zeitschrift FQS (Forum: Qualitative Social Research) publiziert.
Den Artikel und weitere Informationen finden sie unter:
www.qualitative-research.net/index.php/fqs/issue/view/380.


Mitgliederversammlung von „Westwind“ - nexus unterstützt inhaltliche Ausrichtung

Das Land Nordrhein-Westfalen soll künftig besser im politischen und kulturellen Leben in Berlin platziert werden. Deshalb gründeten im März 2008 rund 40 Bürgerinnen und Bürger den Verein „Westwind“. Vorsitzender ist der aus Dortmund stammende Christoph Kannengießer, der zugleich auch Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes in Berlin ist. „Wir wollen ein sympathisches Bild von Nordrhein-Westfalen transportieren“, erklärt der Vorsitzende anlässlich der ersten Mitgliederversammlung am 3. Juli 2008 in der Landesvertretung NRW in Berlin.
Welche Themen sollte der Verein „Westwind“ in Zukunft intensiver bearbeiten? Bei dieser Frage moderierten nexus-Mitarbeiterinnen den Prozess. Soll es mehr um Interessenvertretung gehen oder doch stärker um Networking? Welche Ideen gibt es zur Nachwuchsförderung? Die Moderatorinnen Dr. Angela Jain und Daphne Reim hatten die Themen je einer Stellwand zugeordnet. So ging es um Networking, Nachwuchsförderung, Interessenvertretung, Kultur und Kulinarisches sowie weitere Ideen.
Auf Moderationskarten vermerkten die rund 80 anwesenden Mitglieder und Gäste ihre Ideen. „Gespräche mit Bundestagsabgeordneten“ waren ebenso dabei wie eine „Praktikantenbörse“ oder eine Broschüre „NRW in Berlin“. Auch die Geselligkeit soll nicht zu kurz kommen. Ein „Stammtisch“ wurde vorgeschlagen oder auch gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Zuvor sorgte bei sommerlichen Temperaturen der aus Duisburg stammende Kabarettist Ludger Kusenberg für eine humoristische Erfrischung. Im typischen Dialekt verkündete der als „Ludger K.“ auftretende Künstler Details aus dem Alltagsleben im Ruhrgebiet. Dafür gab es kürzlich den von Hans-Dieter Hüsch initiierten Nachwuchspreis „Das schwarze Schaf vom Niederrhein“.
Um Nachwuchsförderung ging es auch beim „IdeenPark 2008“. Wie kann die Jugend stärker für Technik und Naturwissenschaft begeistert werden? Ein Weg dazu ist die von ThyssenKrupp entwickelte Veranstaltung unter dem Motto „Ein Fest der Technik und Bildung“. Diese Vorstellung fand auf 40.000 Quadratmetern der Stuttgarter Messe im Mai 2008 statt. „Der Andrang war so groß, dass wir kurzfristig noch eine Halle dazugenommen haben“, erklärte Ulrich Schmitz, Leiter des Berliner Büros der ThyssenKrupp AG.
Der Vorstand von Westwind, dem auch nexus Geschäftsführer Dr. Hans-Liudger Dienel angehört, wird im September 2008 bei einer Klausurtagung die Ergebnisse der Mitgliederversammlung beraten und die inhaltliche Ausrichtung des Vereins weiter entwickeln.
Linktipps:
www.westwind-ev.de
www.nexusinstitut.de


Wir trauern um Erhard Otto (E.O.) Müller

Der unermüdliche Streiter für Demokratie und Bürgerbeteilung E.O. Müller ist am Dienstag, den 13. Mai, völlig überraschend in Riga gestorben. Noch tags zuvor hat E.O. dort auf einem Kongress einen Vortrag gehalten. E.O. gehörte zu den Planungszellenprotagonisten. Wir hatten noch viel gemeinsam vor. Ein Trauerakt in Berlin ist für den 31. Mai um 10.00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte geplant, einem Ort, der so eng mit seinem Wirken und seinem Anliegen verbunden ist.
Die Mitarbeiter/innen des nexus Instituts


Zwei Statements zum Verfahren Planungszelle

Im Rahmen der European Citizens' Consultations haben in Berlin zwei Planungszellen zur Zukunft Europas staatgefunden. Für die Übergabe des Bürgergutachtens am 22.02.2008 haben sich zwei Teilnehmer bereiterklärt, ihre Eindrücke der vier gemeinsam verbrachten Tage mit uns zu teilen. Hier können sie ihre Statements nachlesen:
Statement von Adolf Jagob
Statement von Arnold D. Ulken


Planungszellen in Rheinland-Pfalz

Das Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz hat das nexus Institut beauftragt, 2008 sechs Planungszellen an drei verschiedenen Standorten innerhalb des Landes durchzuführen. In den Planungszellen erarbeiten Bürgerinnen und Bürger Empfehlungen für die Kommunal- und Verwaltungsreform. Dabei stehen folgende Themen im Mittelpunkt: Aufgaben einer modernen Kommune und Verwaltung, zukunftsfähige Gebietsstrukturen und Bürgernähe sowie neue Formen der Zusammenarbeit. 
Die Planungszellen sind Teil der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Kommunal- und Verwaltungsreform, mit der das Land Rheinland-Pfalz neue Wege beschreitet. In zwei Stufen erarbeiten Einwohnerinnen und Einwohner Ideen für neue Leitlinien. In der ersten Stufe (2007/2008) haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Verbänden in neun Regionalkonferenzen zu den kommenden Reformen geäußert. 
Von April bis Mai 2008 finden fünf eintägige Bürgerkongresse statt, um Ideen und Empfehlungen der Bürger zu sammeln. Den Abschluss der ersten Stufe der Bürgerbeteiligung bilden die sechs Planungszellen im Juni 2008, in denen Bürgerinnen und Bürger aus drei unterschiedlichen Regionen in Rheinland-Pfalz von Fachleuten informiert werden, detailliert diskutieren und Empfehlungen verabschieden. 
Hinweis: Die Teilnahme an den Planungszellen ist nur mit persönlicher Einladung möglich.
Linktipp: Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, Startseite für die Kommunal- und Verwaltungsreform
Mehr zur Methode Planungszelle und Bürgergutachten


Bericht über die "Messe 'Planungszellen in Japan'" und die Tagung es Forschungskreises 'Planungszellen in Japan'" am 23. und 24. Februar in Tōkyō

Am 23. und 24. Februar 2008 habe ich an der "Messe Planungszellen in Japan" (Puranunkusutsere mihon'ichi) und am Treffen der "Forschungsgruppe Planungszellen in Japan" (Nihon puranukusutsere kenkyūkai) in Tōkyō teilgenommen. Die Messe war eine ganztätige Veranstaltung, bei der eine Auswahl von Projekten vorgestellt wurden, die in den letzten drei Jahren in Japan durchgeführt wurden. 
Ich bin beeindruckt. Auf der "Messe" war der Saal brechend voll mit Gemeindevertretern, Mitarbeitern von Nicht-Regierungsorganisationen und Mitgliedern der Junior Chamber International Japan (JC), daß die Gänge noch während der Veranstaltun bis zum Eingang mit Stühlen vollgestellt werden mußten. Am Samstag, dem Tag der Messe, waren die Teilnehmer wirklich von morgens bis abends aufmerksam bei der Sache, in der Mittagspause waren die Restaurants rund um den Seinenkan im Herzen Tōkyōs, in dem die Messe stattfand, mit diskutierenden Teilnehmern überfüllt. 
Die Leute, die sich hier in Japan um die PZ bemühen, opfern einiges von ihrem Geld und fast alle Freizeit. Sie machen sich zunächst einmal nicht beliebt bei den Gemeinden (vor allem der Verwaltung) und nicht bei den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mehr für das interessieren, was direkt vor ihrer Haustüre geschieht. Daher ist es schwer, genügend Leute zur Teilnahme zu bewegen. Aber wer einmal teilgenommen hat, ist rundum begeistert, verzichtet manchmal sogar auf die Entschädigungszahlungen, damit die Veranstalter mit dem Geld weitermachen können. Das Interesse für die Teilnahme am öffentlichen Leben scheint durch die PZ bei den Teilnehmerinnen geweckt zu sein, viele Teilnehmer geben nach den Veranstaltungen solche Rückmeldungen. Außerdem bekunden sogar Vertreter von Gemeindeverwaltungen, die sich vorher gegen die PZ gewehrt hatten, daß sie ihre Meinung geändert hätten und unbedingt weitere PZ in ihrer Gemeinde als Entscheidungshilfe durchgeführt sehen möchten. 
Es gibt einige Unterschiede zwischen den Planungszellen in Japan (sie werden unter diesem Namen in Japan durchgeführt) und den Planunszellen oder Bürgergutachten, wie sie in Deutschland meist genannt werden. Ein großer Unterschied ist der, daß es sich um kleine Veranstaltungen mit wenig finanziellem Aufwand handelt, aber dafür sind die Veranstalter eben fest entschlossen, jedes Jahr solche PZ zu veranstalten. Die Veranstaltungen dauern nur ein bis zwei Tage und haben oft nur wenige Teilnehmer, weil es keinen Zwang oder Druck von seiten der öffentlichen Verwaltung gibt und das Interesse an öffentlichem Engagement grundsätzlich eher gering ist. So scheint mir gerade die Stetigkeit, mit der Planungszellen an denselben Orten durchgeführt werden, ein sehr gutes, vor allem für Japan geeignetes Mittel zu sein: Hier ist die Politikverdrossenheit und Obrigkeitshörigkeit so ausgeprägt, daß Politik nur als schmutziges Geschäft empfunden wird und sich die "anständigen" Leute davon lieber fern halten und ihr privates Glück suchen. 
Mit der Planungszelle ändert sich diese Sicht, und besser als große Events scheinen mir die stetigen Veranstaltungen, stetige Berichterstattung, bei der sich allmählich die Erkenntnis durchsetzt, daß man selber gestalten kann, und, daß die Bürger nicht nur bei der Arbeit der Beamten stören, sondern eben auch hilfreich sein können. 
Seit 2005, als die erste Planungszelle als Experiment in Tōkyō durchgeführt wurde, ist die Zahl jährlich angestiegen: 2006 waren es 3, 2007 18 Planungszellen, die durchgeführt wurden, für 2008 sind über 30 schon in Vorbereitung, die Zahl wird weiter steigen. In einigen Orten haben schon mehrere PZ stattgefunden, und dieses Jahr breitet sich das Verfahren, das zunächst in Tōkyō und Nordjapan angewendet wurde, auch weiter nach Westjapan aus. Das wichtigste ist allerdings, daß in den großen Städten, vor allem in Tōkyō viel in der Hinsicht gemacht wird, denn die Vorbildfunktion von Tōkyō für die Provinz ist - leider - nicht zu unterschätzen. 
Die Organisatoren rühmen einige Eigenschaften der Planungszellen, die auch mich besonders faszinieren: Gruppengrößen, in denen sich keiner verstecken kann und jeder zu Wort kommt, Teilnehmerwechsel, damit sich keine Rollen festfahren, Reden ohne Beobachtung von außen (wenngleich das in den ersten Veranstaltungen wegen des Versuchscharakters manchmal schwierig war) und langsame Entscheidungsfindung (auch das bei ein bis zwei Tagen nicht immer ideal durchgesetzt) ohne simple Abstimmung am Schluß, sondern mit ausgewogenen Berichten. 
Ganz wichtig und beeindruckend war für mich, wie die Organisatoren die einmal durchgeführten Planungszellen verarbeiten: Es wird nicht nur in jedem Fall ein ausführliches Gutachten zum Thema erstellt, sondern in dem Bericht wird immer festgehalten, was positiv, was negativ war, was beim nächsten Mal anders versucht werden sollte. Dabei wird immer wieder geprüft, ob die ursprüngliche Idee auf diese Weise richtig zur Geltung kommt. Reflexion und Weitergabe der Erfahrungen -- in den Berichten, aber eben auch in den Vorträgen der "Messe" -- das ist eine Seite der japanischen Planungszellen, die mich besonders beeindruckt hat. 
Es werden in Japan momentan verschiedene Verfahren der Bürgerbeteiligung getestet, und dabei gilt leider auch, daß alles Neue, besonders aus Amerika, gut ist. Wissenschaftler von Renommee haben oft in den USA studiert und können keine Fremdsprache außer Englisch. So haben Verfahren, die aus den USA oder England kommen, m.E. einen strategischen Vorteil. In der Tat bemühen sich wohl auch Wissenschaftler, die "Maschine JC", ein landesweites Netzwerk engagierter junger Bürger und NGOs, auf ihre Seite zu bringen, um "ihre" Verfahren durchzusetzen. Das wurde in den Pausengesprächen diskutiert, und ich war begeistert, mit welcher Leidenschaft die Vorteile der PZ gegenüber kurzfristigen Großveranstaltungen unter Anleitung von Facilitatern betont wurden und der Wille, sich nicht von medienwirksamen Events einfangen zu lassen. 
Nach der "Messe", die ganztags am Samstag stattfand, traf sich am Sonntag vormittag die Forschungsgruppe "Planungszellen in Japan", eine Gruppe von etwa 30 Leuten, die sich zum Teil aus den Akteuren des Vortages rekrutiert und insgesamt einen größeren Anteil an Wissenschaftlern aufweist. Prof. Dr. Susumu �?MURA berichtete über seine sozial-psychologische Untersuchungen zur Wirkung der Planungszellen in Lengerich, und Prof. Akinori SHINOTO berichtete über zwei abgeschlossene EU-Projekte, in denen Planungszellen durchgeführt wurden. War die Veranstaltung am Vortrag gekennzeichnet durch viel Enthusiasmus und die Konzentration auf praktische Fragen, so wurde hier an dem theoretischen Fundament und der Ausweitung der Möglichkeiten in ruhigerer Atmosphäre gearbeitet. Ein perfektes Wochenende, das einem viele Facetten der Bürgerbeteiligung gezeigt hat. Es tut sich viel in Japan, es macht Spaß, dabei zu sein. Auch wenn sich einiges in der Form der PZ gegenüber dem ändern wird, was Peter Dienel sich vorgestellt hat, scheint mir das, was hier passiert, doch ganz in seinem Geist zu sein.

Hans-Liudger Dienel


Übergabe des Bürgergutachtens an die EU-Kommission am 22.02.2008
Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa

Übergabe des BürgergutachtensNach Einschätzung von Dr. Gerhard Sabathil müssen die Bürger stärker in den europäischen Einigungsprozess einbezogen werden. Anlässlich der Übergabe des Bürgergutachtens wies Sabathil darauf hin, dass die EU-Kommission die Interessen der Lobbyverbände gut kenne. „Ich bin deshalb sehr interessiert an den Ergebnissen des Bürgergutachtens und gebe die Ergebnisse gerne nach Brüssel weiter“, betont Sabathil. Die Übergabe des Gutachtens im Europahaus am Pariser Platz in Berlin-Mitte war der Abschluss für das Projekt unter dem Motto „Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa“. Ein Team aus mehreren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des nexus-Instituts hatte unter Gesamtleitung von Dr. Hans-Liudger Dienel das Bürgergutachten vorbereitet, koordiniert und den Prozess moderiert.
Die zentrale Frage des Bürgergutachtens lautete: „Was für ein Europa wollen wir?“ 45 Bürgerinnen und Bürger aus Berlin erarbeiteten Empfehlungen zu den Themen „Umwelt und Energie“, „Familie und Soziale Sicherung“ sowie „Immigration und Europas Rolle in der Welt“. Parallel dazu erstellten in Budapest Bürgerinnen und Bürger Vorschläge zur gleichen Ausgangsfrage. Die Ergebnisse der Planungszellen sind jetzt in dem Bürgergutachten „Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa“ erschienen.
Das Bürgergutachten war Teil der „European Citizens’ Consultations (ECC)“, die als europaweite Bürgerbeteiligung durchgeführt wurde. Teil des Projektes waren Planungszellen. Die Planungszelle ist ein Bürgerbeteiligungsverfahren, in dem zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger vier Tage lang eine gesellschaftlich relevante Fragestellung bearbeiten.
Auftraggeber des Projektes war die Belgische King Baudouin Foundation unter Mitfinanzierung der Europäischen Kommission und der Initiative Plan D. nexus arbeitete beim Projektmanagement eng mit dem Institut für Organisationskommunikation (IFOK) zusammen.
Das Gutachten finden Sie hier (5,28 MB).
Linktipps: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Mehr zur Methode Planungszelle
Presseartikel zum Thema in der "tageszeitung"


Übergabe des Bürgergutachtens "Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa" am 22.02.2008 in Berlin

Im Rahmen des Projekts "European Citizens' Consultations (ECC) wurde erstmals in der Geschichte der Europäischen Union eine europaweite Bürgerbeteiligung durchgeführt. Teil dieses Projekts waren Planungszellen, die in Berlin und Budapest stattfanden. Die Planungszelle ist ein Bürgerbeteiligungsverfahren, in dem zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger vier Tage lang eine gesellschaftlich relevante Fragestellung bearbeiten. Zu der Frage "Was für ein Europa wollen wir?" haben 46 Bürgerinnen und Bürger aus Berlin Empfehlungen zu "Umwelt & Energie", "Familie & Soziale Sicherung" und "Immigration & Europas Rolle in der Welt" entwickelt. Parallel haben auch in Ungarn Budapester Bürgerinnen und Bürgern Vorschläge gemacht. Die Ergebnisse der Planungszellen sind jetzt in dem Bürgergutachten "Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa" erschienen. Am 22. Februar 2008 übergeben die Bürgerinnen und Bürger in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin ab 16.00 Uhr das Gutachten offiziell dem Leiter der Vertretung Dr. Gerhard Sabathil. Wir möchten Sie herzlich einladen, diesem Ereignis beizuwohnen. Einladung [PDF].


Procedere-Tagung "Woran hängt's?" 6.-8. Februar in Loccum

Ausgangspunkt der Tagung ist die in Praxis und Theorie wahrgenommene Kluft zwischen der Wirksamkeit von Verfahren der kooperativen Zusammenarbeit (egal ob in Politik, Wirtschaft, Bildung, Kirchen, Recht oder NGOs) und deren nach wie vor noch geringen Verbreitung. Darum wollen wir - ausgehend von der Frage: "Woran hängt's?" (... daß nicht viel mehr und alltäglicher kooperative Vorgehen und Strukturen gewählt werden?) - über Gründe und Strategien reflektieren, wie diesem Innovationsstau begegnet werden kann.
Die Tagung wird von dem intensiven Austausch von ca. 70 Profis aus diversen Anwendungsnetzwerken, angeregt durch über 20 Referenten und Themenpaten, leben.
Weitere Informationen z. B. über die Referenten finden Sie unter: www.procedere.org.


Bürgergutachten ECC erschienen

Das dreisprachige (englisch, deutsch, ungarisch) Bürgergutachten 'Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa' ist erschienen. Hierin werden die Ergebnisse der Planungszellen zur Zukunft Europas dokumentiert, in denen Bürger aus Berlin und Budapest ihre Ideen für die Bereiche Energie, Arbeit und Familie und Migration entwickelt haben.
Bürgergutachten [PDF].


Erstes Treffen der Planungszellenprotagonisten in Wuppertal

Am 08. Juni 2007 fand im Hause Dienel in Wuppertal in der Worringer Straße 46 die Gründungsversammlung des Planungszellenprotagonisten-Verbundes statt. Dieser offene Verbund, dessen Mitglieder aus verschiedenen Kontexten eng mit dem Verfahren "Planungszelle/Bürgergutachten" verbunden sind, wird sich zukünftig jedes Jahr wechselweise in Berlin, Wuppertal und München treffen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam das Verfahren weiter zu entwickeln.
Das nächste Treffen des Verbundes wird am 22. und 23. Mai 2008 in Berlin stattfinden.
Für weitere Information kontaktieren Sie bitte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.